Thilo Thomas Krigar

 

Thilo Thomas Krigar studierte Musik an der UdK, Berlin. Cellostudium bei Markus Nyikos,  Ottomar Borwitzky, Stanislav Apolin (Prag) und Siegfried Palm. Musikwissenschaft an der TU Berlin bei Prof. Carl Dahlhaus.

Ab 1986 unterrichtete am Conservatorio del Tolima in Kolumbien. Er spielte etwa 2000 Konzerte und Aufführungen in über 30 Staaten als Cellist und auch mit seinem 1989 gegründeten Ensemble „Pythagoras Strings“.

Als Cellist interessierte ihn neben dem klassischen Repertoire und der zeitgenössischen Musik ebenso argentinischer Tango, Jazz, Konzept-Improvisation und performatives Musiktheater. Die New York Times bezeichnete ihn 1994 als „an excellent Instrumentalist“  und 1996  als „compelling artist“.

Seit den 90ger Jahren wendete er sich immer mehr der Komposition zu. Thilo Thomas Krigar nimmt in seinen Werken oft Bezug auf Thematiken, die außerhalb des musikalischen Kontextes stehen: Dichtungen, Kunstwerke, naturwissenschaftliche Themen, philosophische und erkenntnistheoretische Fragestellungen liefern die Ausgangspunkte für sein Schaffen.

Von seinen ca. 100 Kompositionen seien erwähnt: „West-Eastern Divan“ (Cultural Capital of Europe Weimar 1999) „DNA-in-Concert: the flow of genetic information as a symphony of life“ (2005 Hauptstadt Kulturfonds und 2009, 13.Dresdner Tage für Neue Musik) und die Neufassung seiner "Odyssee“ für die Berliner Philharmoniker in 2017.